Bei einer Fettabsaugung entfernt der Chirurg gezielt Fettdepots, die sich durch Sport und Ernährung allein nicht reduzieren lassen.
Dafür setzt der Chirurg kleine Einschnitte von etwa 1 bis 2 mm, durch die dünne Kanülen mit rund 2 bis 3 mm Durchmesser eingeführt werden. Das zuvor gelöste Fettgewebe wird darüber abgesaugt und aus dem Körper entfernt.
Je nachdem, wie das Fettgewebe gelöst wird, unterscheiden sich verschiedene Verfahren der Fettabsaugung, medizinisch Liposuktion genannt, deutlich in Schonung des Gewebes, Behandlungsdauer und Erholungszeit.
Klassische Fettabsaugung: Hier löst der Chirurg das Fettgewebe direkt durch mechanische Bewegung, meist mit von Hand geführten Kanülen unter der Haut.
Vaser-Fettabsaugung: Ultraschallwellen lösen die Fettzellen gezielt auf, bevor das verflüssigte Gewebe über Kanülen abgesaugt wird.
Der entscheidende Unterschied liegt also darin, wie das Fettgewebe vor dem Absaugen gelöst wird: mechanisch bei der klassischen Technik, per Ultraschall bei der Vaser-Methode. Welche Methode im individuellen Fall die passendere Wahl ist, besprechen wir gerne im persönlichen Beratungsgespräch.
Beide Verfahren eignen sich für Personen mit stabilem Körpergewicht, die trotz gesunder Lebensweise unter hartnäckigen Fettpolstern leiden. Sie ersetzen keine Gewichtsreduktion, sondern dienen der gezielten Konturierung einzelner Körperbereiche wie Bauch, Hüfte oder Oberschenkel.
Der Eingriff selbst dauert je nach behandelter Fläche zwischen einer und drei Stunden und erfolgt unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Sedierung. Im Anschluss verbringen die meisten Patientinnen und Patienten eine kurze Beobachtungszeit in der Klinik, bevor die weitere Erholung im Hotel fortgesetzt wird.
Für ein optimales Ergebnis empfiehlt sich in den ersten Wochen nach dem Eingriff moderate Bewegung, etwa in Form von Spaziergängen, da sie die Durchblutung fördert und den Heilungsprozess unterstützt. Von intensivem Sport sollte hingegen für einige Wochen abgesehen werden.
Beide Methoden lassen sich bei Bedarf mit anderen Eingriffen wie einer Bauchdeckenstraffung oder einem Eigenfett-Transfer kombinieren, um das Gesamtergebnis weiter zu optimieren. Ob eine Kombination in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir im Beratungsgespräch.
Geeignet ist das Verfahren besonders bei hartnäckigen, punktuellen Fettpolstern, die sich trotz Sport und ausgewogener Ernährung nicht reduzieren lassen. Auch bei Bereichen, die eine feine Konturierung erfordern, kommt die Vaser-Technik häufig zum Einsatz.
Leichte Alltagsaktivitäten sind meist schon nach wenigen Tagen wieder möglich. Bis das Gewebe vollständig verheilt ist, vergehen einige Wochen, das endgültige Ergebnis zeigt sich meist erst nach zwei bis drei Monaten.
Ja, in den ersten Wochen nach der Behandlung sollte spezielle Kompressionswäsche getragen werden. Sie unterstützt die Heilung, mindert Schwellungen und hilft der Haut, sich der neuen Kontur anzupassen.
In manchen Fällen lässt sich das bei der Vaser-Fettabsaugung gewonnene Fett aufbereiten und an anderer Körperstelle wieder einsetzen, etwa für eine natürliche Konturierung. Ob das für Sie infrage kommt, klären wir im persönlichen Gespräch.