Für eine Nasenkorrektur gibt es verschiedene OP-Techniken. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der offenen und der geschlossenen Rhinoplastik. Bei der geschlossenen Variante liegen sämtliche Zugänge im Naseninneren, sodass von aussen keine Narben sichtbar sind. Im Folgenden geben wir einen Überblick über beide Verfahren.
Die geschlossene Technik eignet sich unter anderem zur Begradigung eines Höckers, zur Verkleinerung der Nase sowie zur Formung von Nasensteg oder Nasenspitze. Neben der Narbenfreiheit punktet sie zusätzlich mit einer kürzeren Heilungszeit.
Bei der offenen Technik entsteht eine kleine Narbe, die innerhalb eines Jahres jedoch so stark verblasst, dass sie kaum noch auffällt. Allerdings dauert es etwas länger, bis die Nase vollständig abgeschwollen ist.
Wie stark die Schwellung wahrgenommen wird, hängt vom Einzelfall ab. Bei einer ursprünglich breiten, verschmälerten Nasenspitze fällt sie kaum ins Gewicht, bei einer bereits schmalen Nasenspitze kann sie bis zu drei Monate anhalten.
Der Vorteil der offenen Technik liegt in der vollständigen Sicht auf die Nasenspitze und den Knorpel, der Nasengerüst und Naseneingang formt. Bei Asymmetrien, Voroperationen oder unfallbedingten Veränderungen lässt sich damit oft genauer beurteilen, was korrigiert werden muss. Zusätzlich erlaubt sie das präzise Einsetzen von Knorpeltransplantaten zur Feinformung der Nasenspitze.
Welche Technik letztlich zum Einsatz kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt, nachdem er beide Verfahren ausführlich mit Ihnen besprochen hat. Im persönlichen Beratungsgespräch klären wir Ihre Wünsche und die anatomischen Voraussetzungen Ihrer Nase, damit das Ergebnis zu Ihrem Gesicht passt.
Der Eingriff selbst dauert je nach Umfang etwa ein bis zwei Stunden und erfolgt unter Vollnarkose. Direkt danach trägt eine Nasenschiene zur Stabilisierung bei, die üblicherweise nach etwa einer Woche entfernt wird. Leichte Schwellungen und Blutergüsse im Augenbereich sind in den ersten Tagen normal und klingen rasch ab.
In den ersten zwei Wochen nach der Operation sollte auf körperliche Anstrengung, starkes Bücken und direkte Sonneneinstrahlung verzichtet werden, um die Heilung nicht zu beeinträchtigen. Auch das Tragen einer Brille ist in dieser Phase meist noch nicht möglich, alternativ eignen sich Kontaktlinsen.
Wer sich für eine Nasenkorrektur interessiert, sollte realistische Erwartungen an das Ergebnis mitbringen und offen über Vorerkrankungen sowie frühere Eingriffe an der Nase sprechen. Nur so lässt sich im Vorfeld einschätzen, welche Technik im individuellen Fall die besten Ergebnisse verspricht.
Das endgültige Ergebnis einer Rhinoplastik zeigt sich erst nach vollständigem Abklingen aller Schwellungen, was je nach individueller Heilung mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern kann. Geduld während dieser Phase zahlt sich in der Regel mit einem natürlich wirkenden, harmonischen Ergebnis aus.
Sie eignet sich vor allem für moderate Korrekturen, da dabei keine äusserlich sichtbaren Schnitte entstehen. Bei stärker ausgeprägten Veränderungswünschen ist häufig die offene Technik die passendere Wahl, da sie eine genauere Kontrolle über die Nasenspitze erlaubt.